2009 wurde in Ungarn das Jahr der Ungarischen Sprache ausgerufen. Aus diesem Anlass möchte das Finnisch-Ugrische Seminar der Georg-August-Universität im Rahmen der Veranstaltungsreihe Ungarische Kulturwochen in Göttingen diese vielen fremd erscheinende und ungewohnt klingende Sprache vorstellen.
Die Ausstellung „Ungarisch – eine Insel im indogermanischen Sprachmeer“ im Foyer der SUB Göttingen informiert auf Stelltafeln und mithilfe audiovisueller Medien über die Charakteristik und Geschichte der ungarischen Sprache.
In der öffentlichen Konferenz „Sprachliche Vereinheitlichung oder Vielfalt in Europa?“ geben renommierte in- und ausländische Referenten Antworten auf die – auch für das Ungarische – bedeutsamen Fragen:
Was bedeutet die sprachliche Vereinheitlichung in Europa? Wie kann eine Sprache ihre Identität in der globalisierten Welt bewahren? Welche Zukunft haben die sog. „kleinen“ Sprachen?
Während der Ausstellungszeit organisieren wir kulturelle Programme stets unter der Thematik "Ungarische Sprache".
Die Künstler des Budaörser Theaterensembles präsentieren ein Theaterstück basierend auf dem "Kräuterbuch" des weltbekannten ungarischen Schriftstellers Sándor Márai, das Programmkino Lumiere zeigt zwei ungarischsprachige Filme (Opium und Der Detektiv). Desweiteren wird ein Chor- und Kammerkonzert stattfinden, und an unserem literarischen Abend unterhalten wir uns mit dem Übersetzer Wilhelm Droste über die Tücken der Übersetzung und die Besonderheiten der ungarischen Sprache. Selbstverständlich kann die beliebteste ungarische Veranstaltung nicht ausbleiben: Im Tanzhaus spielt die Gruppe "Palátkai banda" aus Siebenbürgen, und ihre Tänzer werden den bisherigen und zukünftigen Göttinger Fans der ungarischen Volksmusik den Csárdás beibringen.
Wir laden Sie herzlich zu einer Entdeckungsreise durch die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der ungarischen Sprache und Kultur ein!
Irén Rab
Projektleiterin
Lektorin für Ungarisch